Massivholz-Abc

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... unter anderem Informationen zu dem Thema Massivholz, Holzarten, Oberfläche und Pflege u.v.m.

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Ahorn

Ahornarten wachsen in den nördlichen, gemäßigten Zonen. Die Baumhöhen variieren zwischen 15 und 30 m, die Stammdurchmesser zwischen 60 und 150 cm. Das harte Holz ist meist hellfarbig, sehr homogen und geradfaserig. Ahornhölzer trocknen gut, jedoch langsam. Sie lassen sich mit allen Werkzeugen hervorragend bearbeiten und sind im Gebrauch sehr formstabil. Die Rohdichte beträgt etwa 630 kg/cbm.

Ast

"Äste nehmen eine Sonderstellung unter den sog. "Fehlern" des Holzes ein. Sie sind Seitensprossen des Baumes, insofern lebensnotwendige Bestandteile des Baumes, die nicht als Fehler angesprochen werden können, sondern als Merkmale, die die Verwendungsfähigkeit in meist negativer Art beeinflussen. Die Astbildung ist abhängig von Erbanlagen, Standort, Bestandsgründung und Bestandspflege. Die zunächst grünen Äste sterben ab, wenn sie nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Abgestorbene Äste vermorschen und brechen ab (natürliche Astreinigung) oder werden in gut geführten Beständen abgeschnitten. Die Astabbruchstellen überwallen, es bilden sich die Beulen, Astnarben, Chinesenbärte, Rosen, Siegel. Oft dringen Fäulnispilze oder Bakterien über die Abbruchstellen in den Stamm ein und zersetzen sowohl den Aststummel als auch das umgebene Holz. Gesunde Äste sind nicht durch Fäulnis beschädigt und mit dem umgebenen Holz fest verbunden (verwachsen). Sind sie nicht verbunden, so bezeichnet man sie als lose Äste (Qualitätsfehler)."

Baum

Bäume entstehen teils ungeschlechtlich aus Stockausschlägen, Stecklingen oder Wurzelbrut, teils geschlechtlich aus Samen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um eine natürliche Vermehrung (sogenannte Naturverjüngung) durch Samenflug handelt, oder um eine vom Menschen vorgenommene Pflanzung. Der Samen beginnt zu keimen, sofern er die notwendige Wärme, Feuchtigkeit und Nährstoffe vorfindet. Es bildet sich je ein erster Trieb nach oben und nach unten gerichtet (geotrop und heliotrop). Der geotrope Trieb bildet den Ansatz zur späteren Wurzel, der heliotrope wird zu Stamm und Krone. Die Wurzeln dienen zur Festigung des Baumes im Erdreich, primär aber zur Nährstoffaufnahme. Anorganische Nährstoffe, die in feinstverteilter Menge im Wasser des Bodens gelöst sind, werden von einem weitverzweigten System von feinen und feinsten Wurzeln aufgesaugt und über den Stamm in die Krone des Baumes geleitet. Diese anorganischen Nährstoffe sind u. a. nichtmetallische Elemente wie Stickstoff, Phosphor und Schwefel, Leichtmetallsalze von Kalium, Natrium, Kalzium usw. sowie eine Anzahl von Spurenelementen.

An der Unterseite der Blätter befinden sich kleine Spaltöffnungen, sogenannte Palisadenzellen, durch die der Baum das bei jedem Verbrennungsvorgang entstehende Kohlendioxid (CO2) aufnimmt. Die anschließende Synthese des Kohlendioxids mit dem Wasser unter Mitwirkung des Blattgrüns (Chlorophyll) als Katalysator und der Sonnenenergie (Photosynthese, Photo = griech. Licht) erzeugt zunächst Traubenzucker, wobei der freiwerdende Sauerstoff ausgeschieden wird. Anschließend erfolgt die Umwandlung unter Abgabe des Moleküls Wasser zu Stärke, woraus durch Vervielfachung der eigentliche Baustoff des Holzes, die Cellulose entsteht. Das Wachstum des Holzes geschieht ausschließlich im Kambium, einer äußerst dünnen, den ganzen Baum umhüllenden Schicht zwischen Splint und Bast. Hormone (Auxine) steuern die Zellteilung. Rindenzellen werden nach außen, Holzzellen nach innen ausgeschieden.

Birke

Birken wachsen bevorzugt in nördlichen Regionen Nordamerikas, Europas und Ostasiens. Die Baumhöhen überschreiten selten 25 m, artenabhängig variiert der Durchmesser zwischen 40 und 90 cm. Das helle bis gelblich oder rosabraune Holz ist von feiner und gleichmäßiger Struktur, es ist fest und geradfaserig. Das vorsichtig zu trocknende Holz lässt sich manuell wie maschinell leicht verarbeiten. Um 650 kg/cbm beträgt die Rohdichte.

Bläue

ist eine Verfärbung des Holzes, die mehr oder weniger tief in das Splintholz eindringt. Sie beeinträchtigt nur die Optik des Holzes, jedoch nicht dessen Substanz und hat somit keine Auswirkung auf die Stabilität. Bläue und an Bläue erinnernde Verfärbungen werden vom eigentlichen Bläuepilz und gewissen Schimmelpilzen verursacht (Konditionsfehler).

Blütenstand

Einzelblüten, die zu Blütenständen zusammengefasst sind, z.B. Dolde, Rispe, Traube, Kätzchen usw.

Borke

ist die äußere Rinde eines Baumes. Sie schützt den Baum vor Gefahren der Außenwelt. Sie erneuert sich ständig, hält Regenwasser ab oder verhindert bei Sonnenschein zu hohe Verdunstung. Sie schützt ferner gegen Kälte, Hitze, Pilz- und Insektenbefall.

Buche

Die Buche ist das am meisten verarbeitete Laubholz Mitteleuropas. Neben der in Europa stark verbreiteten Rotbuche, gibt es in den gemäßigten nördlichen Zonen Amerikas und Asiens weitere Arten. Buchen erreichen Höhen von 35 m und Durchmesser von 90 cm. Das rötlich-weiße Holz ist von feiner und gleichmäßiger Struktur. Ältere Bäume bilden zum Teil einen dunkleren Kern (Rotkern). Buchenholz ist hart, schwindet stark und erfordert eine vorsichtige Trocknung. Es sollte auch später stärkeren Feuchtewechseln weniger ausgesetzt sein. Buche lässt sich sehr gut bearbeiten, die Rohdichte beträgt ca. 720 kg/cbm.

Cellulose

Die durch Photosynthese produzierte Cellulose ist ein Polysaccharid (Mehrfachzucker) in Pflanzen und bildet den Hauptbestandteil von pflanzlichen Zellwänden. Im Prinzip kann man es als deren Gerüstsubstanz bezeichnen. Jede pflanzliche Zelle besitzt eine eigene feste Zellwand, die dreischichtig aufgebaut ist und aus Cellulose besteht. Zusammen mit den Baustoffen Hemicellulose und Lignin ist die Cellulose in den Wänden zu Strängen gebündelt und verleiht der Zelle eine hohe Festigkeit.

Drehwuchs

Drehwuchs bei Holz liegt vor, wenn die Längsfasern des Holzes nicht parallel zur Achse des Stammes oder des Astes verlaufen, sondern schraubig gedreht sind.

Druckholz

Im Stamm vorhandenes Holz mit etwas abweichenden Faser-Eigenschaften, welches infolge gewisser anormaler Beanspruchung in dem Baum vorhanden ist (Qualitätsfehler).

Eiche

Die zur Gattung der Laubgehölze und zur Gruppe Kernholzbaum gehörenden Eichenhölzer sind in der gesamten nördlichen Hemisphäre natürlich verbreitet. Sie sind geschichtsträchtige Bäume mit in Einzelfällen über 35 m Höhe und über 90 cm Durchmesser. Die hell- bis dunkelbraunen Hölzer sind qualitativ stark von den Wuchsbedingungen abhängig: Schnell gewachsenes Holz ist dunkler, schwerer und dann zäh und fest. Es lässt sich schwerer bearbeiten als langsam gewachsenes, weicheres Holz. Die mittlere Rohdichte beträgt 700 kg/cbm.

Einhäusig (Monözie)

Bezeichnung für Pflanzen, bei denen sowohl männliche als auch weibliche Blüten auf einem Individuum vorkommen. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Waldbäume einhäusig.

Erle

Erlen sind in der gesamten nördlichen Hemisphäre verbreitet. Ihr Gattungsname verweist auf ihren bevorzugten Standort an Flussufern. Die Baumhöhen liegen zwischen 15 und 25 m, Durchmesser werden bis 50 cm erreicht. Das hell rosa- bis rotbraune, feinporige Holz mit dezenter Maserung lässt sich schnell und ohne große Verluste trocknen. Erlenhölzer sind gut bearbeitbar und gelten als mittelhart. Die Rohdichte ist mit etwa 550 kg/cbm für Laubbäume eher gering.

Fäule

Sie wird als fest bezeichnet, wenn das vom Faulpilz befallene Holz nicht merklich an Festigkeit verloren hat, als weich, wenn ein gewisser Unterschied in Festigkeit des Holzes festgestellt werden kann, und als lose, wenn das befallene Holz loser ist als das umgebende und dazu neigt, auseinander zu fallen (Qualitätsfehler).

Falschkern / unregelmäßiger Farbkern

eine Verfärbung des Kernholzes bei Laubbäumen (z.B: Rotkernbuche). Sie beeinträchtigt die Holzqualität aber nicht. Die fachlich korrekte Bezeichnung für solche Hölzer ist "Bäume mit fakultativer Farbkernholzbildung".

Farb- und Strukturunterschiede bei Massivholz und Echtholzfurnier

Unterschiedliche Natur- und Wachstumsmerkmale machen aus jedem individuell planbaren Echtholzmöbel ein „Unikat“ mit einem einzigartigen Erscheinungsbild. Holz verändert sich bei Sonnen- und Lichteinstrahlung, je naturbelassener desto schneller. Eine absolute Farb- und Strukturgleichheit, beispielsweise zwischen Planungsmuster und Lieferung, oder der horizontale und vertikale Strukturverlauf des Holzes, kann deshalb nicht garantiert werden und ist warentypisch. Hölzer und Furniere aus verschiedenen Stämmen bzw. Stammbereichen passen strukturell und farblich nicht überein, spätestens während der Nutzungsdauer treten Farbabweichungen auf. Bei späteren Ergänzungen empfiehlt sich daher eine Sonderfertigung nach Frontmustern, die sich jedoch auch im Laufe der Zeit durch Licht- und Sonneneinwirkung wieder unterschiedlich verändern können. 

Auch spezielle, modellbedingte Verarbeitungsmethoden wie vertikaler und horizontaler Furnierverlauf, "gestürzter" Furnierzuschnitt zur optischen Formatierung, Furnier- und Massivholzkombinationen, Hirn- und Langholzverbindungen, "Umleimer" oder die Parkettverleimung zur Formstabilität, führen je nach Holzart, Position und Lichteinfall zu hellen und dunklen Farb- und Strukturakzenten. Diese Natur-Farbspiele sind eine warentypische Eigenschaft des gewachsenen Naturwerkstoffes und ein wesentliches, unverwechselbares Echtheitsmerkmal.

Farbabweichungen / Farbmuster

Kleinere Toleranzen am Produkt zwischen Ausstellungsware und Lieferung, nach Musterpaletten oder bei Nachbestellungen sind durch die industriellen Fertigungstoleranzen nicht zu vermeiden. Farbton, Maserung, Struktur und Muster sind nur annähernd und nicht zu 100% erreichbar. Auch die Struktur von Holz, Naturstein usw. ist von Lieferung zu Lieferung sehr unterschiedlich. Das gilt für alle Naturmaterialien sowie Textilien oder Leder. Lieferungen nach Farbmuster sind daher meist grundsätzlich von Reklamationen und Umtausch ausgeschlossen. Die Hersteller bemühen sich um eine bestmögliche Übereinstimmung. Im Zweifelsfall muss nach speziellen Farbmustern bestellt werden.

Farbveränderungen

sind die während der Trocknung und Lagerung entstehenden äußerlichen Farbveränderungen, wie Wettergräue, Verfärbungen durch Rinde und ähnliches (Konditionsfehler).

Fasern

lange Zellen mit geringem Querschnitt und spitz auslaufenden Enden, die wesentlich zur Festigkeitsbildung des Holzes beitragen. In Pflanzen kommen sie als Rinde und Bast vor, sowie im Stängel oder Stamm als Leitbündel.

Fasersättigung

Feuchtezustand des Holzes, bei dem nur die Zellwände mit gebundenem Wasser gesättigt sind, die Zellinenräume (Lumen) sind wasserfrei. Holz arbeitet bzw. quillt und schwindet von absoluter Trockenheit (Holzfeuchte 0 %) bis zum Erreichen der Fasersättigung.

Faserverlauf

Dies bedeutet, dass die Fasern eine mehr oder weniger starke Neigung zur Längsachse des Holzes aufweisen (Qualitätsfehler).

Feinjährig

Holz ist feinjährig gewachsen, wenn schmale Jahrringe möglichst eng und gleichmäßig liegen. Die Größe der Jahresringe sind unter anderem von der Baumart und den klimatischen Bedingungen, unter denen der Baum wächst, abhängig.

Feinporig

So bezeichnet man Hölzer, deren Poren mit dem bloßen Auge nicht sichtbar sind.

Feuchteverhalten

Der Feuchtegehalt von Holz ist in der verarbeiteten Form, z.B. als Massivholzmöbel, relativ konstant. Er unterliegt jedoch heizperioden- und standortabhängigen Schwankungen. Beheizte Räume im Winter, durchlüftet mit ohnehin trockener Luft, bewirken einen niedrigen Feuchtegehalt des Holzes. Sonnenbeschienene Möbel haben eine geringere Holzfeuchte als die in Ecken an der nordwestlichen Hauswand stehenden. Mit der Veränderung der Holzfeuchte arbeiten Holz und Möbel. Aber durchdachte Konstruktionen und hohe Verarbeitungsqualität halten moderne Massivholzmöbel weitgehendst formstabil.

Feuchtigkeitsfehler

liegen dann vor, wenn der Trockenheitsgrad des Holzes nicht als verschiffungstrocken angesehen werden kann oder nicht den Kontaktbindungen entspricht (Konditionsfehler). Mit verschiffungstrocken ist gemeint, dass die Ware ordnungsgemäß bis auf einen ausreichenden Trockenheitsgrad getrocknet wurde, der normale See- und Landtransporte bis zum Bestimmungsort und nach der Ankunft sachgemäßes Einlagern der Raumladung beim Käufer zulässt.

Fichte

Fichten bilden große, zusammenhängende Wälder in den nördlichen Breiten. Ihre Höhe kann in Ausnahmefällen über 35 m betragen, der Durchmesser liegt bei 40 cm. Ihr Holz ist fast weiß, weich und elastisch. Das mäßig schwindende Fichtenholz trocknet schnell bei geringen Verlusten und ist im trockenen Zustand formstabil. Es lässt sich gut bearbeiten, die Rohdichte schwankt um 470 kg/cbm.

Flügelast

Ein Flügelast ist ein in der Längsrichtung durchgesägter Ast, der sich auf der Breitseite zur Kante hin vergrößert und teilweise auf der Kantseite erscheint.

Frühholz

Holzzellen die im Frühjahr und im Sommer gebildet werden. Sie sind größer, dünnwandiger und leichter als Spätholzzellen und haben eine hellere Färbung.

Furniere

Viele Hölzer verarbeitet man in Form von Furnieren, um Material und Kosten zu sparen. Die auf unterschiedliche Weise hergestellten Furnierblätter werden als Deckschicht auf tragende Platten (Furnierholz-, Span- oder Tischlerplatte) oder auf weniger wertvolle Hölzer verleimt. Zur Furnierherstellung werden die Stämme in vielen Fällen vorher mit Wärme und Wasserdampf aufbereitet, um die Holzfasern geschmeidig zu machen. Durch dieses Dämpfen wird bei bestimmten Holzarten (Rotbuche, Kirschbaum) die Zeichnung (Maserung) des Holzes intensiviert sowie die Tendenz zum Reißen und Werfen vermindert. Die sorgfältige Pflege der Furnierblätter erübrigt sich dadurch allerdings nicht. Furniere sind - nach der DIN 4079 festgelegt - dünne Holzblätter von 0,5 bis 1,0 mm Dicke, die durch Schälen, Messern oder Sägen von einem Stamm(-teil) gewonnen werden. Man unterscheidet Furniere nach der Verwendung, wie z. B. Deckfurniere: werden auf Trägerplatten zur Verschönerung von Innen- und Außenflächen von Möbelteilen aufgeleimt (furniert) Absperrfurniere: werden auf Rückseiten und Innenseiten von Trägerplatten (Spanplatte, Tischlerplatten usw.) aufgeleimt, um das Arbeiten (Verziehen) weitgehend zu verhindern) Herstellungsart, wie z.B.

Furnierplatte

Sperrholzplatte aus mindestens drei kreuzweise verleimten Furnieren, oder aus Furnieren mit Massivholzkern. Verwendung je nach Verleimung im Außen- und Innenbereich.

Gefäße

Charakteristische Zellart der Laubhölzer zur Wasserleitung im Splintholz mit Längen über oft mehrere Meter.

Gehrung

Zwei am Ende auf 45 Grad abgeschrägte Konstruktionsteile werden zu einem rechten Winkel zusammengefügt. Diesen Zustand, in dem sich die Endungen zueinander befinden, bezeichnet man als Gehrung.

Grobjährig

Die Größe der Jahresringe sind unter anderem von der Baumart und den klimatischen Bedingungen, unter denen der Baum wächst, abhängig. Je üppiger der Baum wachsen kann, um so größer sind seine Jahresringe.

Grobporig

So bezeichnet man Hölzer, deren Poren mit dem bloßen Auge gut erkennbar sind.

Hartholz

Hartholz ist durch einen großen Anteil an Fasern und seine enge Gefäßstruktur in der Beschaffenheit festes und schweres Holz. Der Begriff war ursprünglich zolltechnischer Natur und wurde für Hölzer mit einer Darrdichte über 0,55 g/cm³ (beispielsweise Buche, Eiche, Esche) verwendet. Meist durch langsames Wachsen bedingt, ist das Holz dicht und hart und daher schwer zu bearbeiten.

Harzgallen

"sind mehr oder weniger langgestreckte Öffnungen im Holz, meistens mit Harz gefüllt (Qualitätsfehler). Dieses Naturmerkmal des Holzes wird durch sogenannte "Schiffchen" ausgebessert."

Hemicellulosen

sind Polysaccharide und bilden zusammen mit der Cellulose und dem Lignin den Hauptbestandteil einer pflanzlichen Zellwand. Dieses Strukturkohlenhydrat dient als Stütz- und Gerüstsubstanz.

Herzwurzel

Die Wurzelausbildung der Bäume ist genetisch vorgeprägt. Bäume mit Herzwurzeln bilden eine Hauptwurzel vom Stamm her aus. Hinzu kommen einige Nebenwurzeln.

Hirnholz

Als Hirnholz/Kopfholz bezeichnet man die Enden eines Massivholzes. Hier kann man je nach Rundung der Endung die kreisförmigen Jahresringe und die Endungen der Holzfasern sehen.

Holz

Holz ist das gegenwärtig wichtigste Forstprodukt, dessen Verbrauch in Deutschland bei rund 95 Mio. m³ jährlich liegt – pro Kopf also 1,2 cbm/Jahr. Bildhaft gesprochen: Eine massive Wand aus Holz – 1 m dick, 40 m hoch und 2000 km lang! Aber Holz ist nicht gleich Holz: Sowohl innerhalb eines einzelnen Baumes als auch im Zusammenhang mit der Position im Waldbestand variieren die Eigenschaften. Zudem gibt es tausende Holzarten mit völlig verschiedenen Eigenheiten, z.B.: Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Fichte, Kiefer

Holzdichte

Die Holzdichte wird maßgeblich von der Zusammensetzung der Zellwände bestimmt. Die molekularen Hauptbestandteile sind Cellulose und Lignin. Vergleichbar einem Bauwerk aus Stahlbeton übernimmt Cellulose die Funktion des Stahls und sichert die Belastbarkeit auf Zug, Biegung und die Elastizität. Lignin hingegen ist wie Beton ein Füllstoff, der Druckkräfte aufnimmt. Zusammen mit der Hemicellulose werden Zellwände gebildet, die Wasser aufnehmen können. Die Wasseraufnahmefähigkeit beeinflusst das Feuchteverhalten, das Quellen und Schwinden bzw. Arbeiten des Holzes.

Holzfaserplatten

Holzfasern werden unter Hinzunahme von Bindemitteln und Mitteln zur Verringerung der Dickenquellung zu einem Faservlies mit Hilfe von Walzen verarbeitet. Anschließend wird dieses Vlies zum Auspressen der Feuchte hohem Druck ausgesetzt. Hier werden mehrere Faservließe durch Heißpressung zu einer fertigen Platte verarbeitet. Faserplatten gibt es in unterschiedlichen Härten. Sie kommen z. B. bei Schrankrückwänden und Schubkastenböden zum Einsatz.

Holzfeuchte

das Verhältnis des im Holz enthaltenen Wassergewichtes zum Gewicht des absolut trockenen Holzes, ausgedrückt in Prozent

Holzinhaltsstoffe

Stoffe im Holz, die nicht zu den gewebebildenden Elementen der Zellwand bzw. des Holzes gehören, z.B. ätherische Öle und Harze, Gerb- oder Farbstoffe, mineralische Einlagerungen etc. Sie bestimmen weitgehend Geruch und Farbe der Hölzer.

Imprägnieren

Durch Imprägnieren eines Materials wird dieses gegen bestimmte äußere Einflüsse widerstandsfähiger gemacht.

Insektenschäden

Insektenschäden bei Holz werden in Insektenstiche (z. B. Borkenkäfer) und Insektenlöcher (z. B. Holzwespenbefall) eingeteilt. Stiche haben in der Regel einen Durchmesser von weniger als 2 mm (Qualitätsfehler).

Jahresring (Jahrring)

Während eines Jahres vom Baum gebildete Gewebesubstanz, die in der Regel aus unterscheidbaren Zonen besteht (vgl. Frühholz, Spätholz). Am Stamm-Querschnitt ist die Jahr für Jahr um die Markröhre ringförmig wachsende, zur Altersbestimmung des Baumes hilfreiche Jahresringstruktur erkennbar (vgl. Ringporigkeit, Markröhre).

Kambium (lateinisch cambium = Wechsel)

Dünne Schicht aus lebenden Zellen zwischen Rinde (Phloem) und Splintholz (Xylem), die durch ständige Teilung nach außen neue Rindenzellen und nach innen neue Holzzellen bilden (= Dickenwachstum).

Kernholz

Inneres Holz im stehenden Stamm, in dem alle wasserleitenden und speichernden Zellen außer Funktion gesetzt sind. Der Kern besitzt im Vergleich zum Splint zumeist eine erhöhte natürliche Widerstandsfähigkeit gegen Schädlingsbefall und ist härter.

Kernholzbaum

Das Kernholz, dunkel, hart und dicht, lässt sich leicht vom Splintholz, hell, weich und saftführend unterscheiden. Der echte Kern ist klar vom Jahresring begrenzt. Der Anteil von Kern- und Splintholz ist je nach Holzart unterschiedlich groß. Durch die ständig fortschreitende echte Verkernung des Stammes bekommt der Baum eine zunehmende statische Festigkeit. Die dunkle Färbung beruht sowohl auf der Einlagerung von Gerbstoffen, als auch auf der zunehmenden Dichte der verholzten, abgestorbenen Zellstrukturen des Kernholzes. Beispiele: Kiefer, Lärche, Eibe, Eiche, Nussbaum und zahlreiche exotische Laubhölzer.

Kiefer

Die Kiefer kommt in ganz Mittel- und Nordeuropa vor. Sie erreicht Höhen von 30 bis 40 m bei einem Durchmesser von 40 bis 90 cm. Das gelblich-braune Holz schwindet nur wenig und ist leicht zu bearbeiten. Die Rohdichte des Kiefernholzes beträgt durchschnittlich 510 kg/cbm.

Kienholz

Kienholz ist Holz mit ungewöhnlich hohem Harzgehalt (Qualitätsfehler).

Laubholz

Z. B. Eiche, Buche, Erle. Laubhölzer sind im Gegensatz zu Nadelhölzern in der Produktion leichter zu handhaben, weil der Anfall der guten Holzpartien größer ist und Fehler gegenüber Nadelhölzern, wie die unerwünschten Harzgallen, die Vielzahl von Ästen, entfallen. Die Ausnutzung durch den größeren Stammdurchmesser ist optimaler. Sie wachsen langsamer, sind dadurch in ihrem Zellaufbau und Strukturbild feiner und bringen von Haus aus eine bessere Standfestigkeit mit, allerdings bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel.

Lichtbaumart

Aufgrund ihres hohen Bedarfs an Sonnenlicht haben diese Bäume ein sehr schnelles Jugendwachstum, das sich aber dann nach 15 bis 20 Jahren deutlich verlangsamt. Zu den Lichtbaumarten zählen z.B. Kiefer, Lärche oder Eiche.

Markflecken

Rosabraune und sehr unterschiedlich große Flecken, die nach einem Befall von Minierfliegen in der rindennahen Wachstumsschicht entstehen; im Querschnitt meist nierenförmig und bis 2 cm breit, im Längsschnitt bis 10 cm lang.

Markröhre

Zentrale Röhre im Stamm innerhalb des ersten Jahrrings, in Farbe, Festigkeit und Struktur vom umgebenden Holz abweichend.

Markstrahlen

Quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus Speicherzellen (vgl. Parenchym). Sie erscheinen auf Querschnitten als feine, oft nur mit der Lupe erkennbare Linien, jedoch auf dem Radialschnitt teils so breit, dass sie das Holzbild (z. B. bei Eiche) wesentlich beeinflussen.

Maserfurnier

Maserfurnier wird auch als Wurzelmaserfurnier bezeichnet. Die Bezeichnung bezieht sich nicht auf die Herstellung, sondern auf das Erscheinungsbild des Furniers. Die am Stammende (Wurzelansatz) zusammenlaufenden Wurzeln bilden im Schnitt die unruhige Zeichnung durch die unterschiedlich zueinander gerichteten Zellstrukturen (Wurzelmaser). Da nur wenige Bäume zur Herstellung dieses Furniers geeignet sind, ist Maserfurnier selten und teuer. Als Ersatz für Maserfurnier nimmt man heute meistens Radialfurnier. Die Furnierstärke ist je nach Holzart unterschiedlich.

Maserholz

Von normalem Wuchs durch Faserwirbel oder Rindeneinschlüsse abweichendes Holz, es kann in Knollen oder auch im Stamm vorkommen. Bei einem Tangentialschnitt ergeben sich vorwiegend rundliche Formen.

Maserung

Die Maserung, auch Holzbild/Zeichnung genannt, ist die Textur des geschnittenen Holzes.

Maserwuchs

Unregelmäßiges, z.T. beulenförmiges Wuchern von Stämmen und Ästen durch Störung des Kambiums.

Pionierbaumarten

Meist anspruchslose, frostharte und in der Jugend raschwüchsige Bäume, die als erste Freiflächen besiedeln, z.B. Weide, Birke, Kiefer.

Quellung

Vergrößerung des Holzgewebes in radialer, tangentialer und Längsrichtung und damit des Volumens durch Feuchtigkeitsaufnahme bis zur Fasersättigung. Umgekehrt tritt bei Feuchtigkeitsabnahme eine Schwindung des Holzes auf. Quellung und Schwindung wiederholen sich jeweils bei erneuter Befeuchtung beziehungsweise Trocknung (vgl. Arbeiten).

Querschnitt

Quer zur Stammachse bzw. zum Faserverlauf geführter Schnitt (vgl. Radial-, Tangentialschnitt).

Radialfurnier

Zur Herstellung dieses Furniers dreht sich der rotierende Stamm einem schräg zur Achse stehenden Messer entgegen (wie bei einem Bleistiftanspitzer). Die dadurch gewonnene Furnierspirale wird anschließend bedarfsgerecht in Blattgrößen (runde Furnierscheiben) geteilt. Das sehr interessante Oberflächenbild ähnelt der Zeichnung eines sich immer wiederholenden Halbschnittes). Furnierstärke: 0,8 bis 1,2 mm; siehe auch Furnier.

Radialschnitt

Schnitt durch das Holzgewebe in Richtung längs der Stammachse exakt durch die Markröhre (vgl. Quer-, Tangentialschnitt).

Rattan / Peddig

Rattan (engl.) Rotan (niederl.) oder Rotang (indo.-malay.) ist eine stachelige Kletterpflanze, die in den tropischen Zonen Südostasiens bis Süd-Ostaustralien und West- bis Zentralafrikas vorkommt. Rattan gehört zu den Familien der Palmen. Insgesamt sind ca. 600 Arten bekannt, von denen im Handel ca. 20 angeboten werden.

Die artenreichsten Gebiete befinden sich auf der Halbinsel Malaysia sowie auf Borneo. Die meisten Handelsarten entstammen dieser Region. Zum Wachstum benötigen die kletternden Rattanpalmen Stützbäume (z. B. Meranti-Stämme), an denen sie mit Hilfe eines Kletterorgans, der Wickelranke, hochranken können.

Neben dem natürlichen Vorkommen gibt es auf der Insel Borneo seit Jahrzehnten Rattangärten, in denen einige der Handelsarten wie z. B. Glanzkorkrohr plantageartig angebaut werden, die leicht geerntet werden können. Bei den Rattanarten können solitäre und horstbildende Wuchsformen unterschieden werden. Die wenigen solitären Arten entwickeln nur einen Stamm, der nach der Ernte nicht nachwächst.

Jungpflanzen entstehen bei diesen Arten nur über Samen. Die horstbildenden Arten produzieren mehrere Stämme, die nach der Ernte wieder austreiben. Die Ernte kann nach etwa 10 Jahren erfolgen.

Die Rattanpalmen gehören zu den längsten Landpflanzen der Erde mit einer Länge bis zu 160 m. Die Durchmesser der Stämme variieren von 3 bis 100 mm. Von den geernteten Stämmen werden die Blattscheiden entfernt und diese werden in 3 bis 5 m lange Stangen eingeteilt. Die frischen, zum Teil grünen Stangen werden stehend auf einem Sammelplatz an der Luft (Sonnenenergie) getrocknet. Je nach Art sind die Stangen nach der Trocknung hellgelb bis hellbraun, glänzend bis matt. Die "unbearbeiteten" Stangen, d. h. kieselhaltige Außenhaut (Epidermis) wurde mit einem Messer entfernt, erscheinen weißlich-beige, häufig mit blau-grauen Einläufen. Diese eignen sich hervorragend zum Einfärben.

Peddigrohr ist das Kernmaterial des Rattan. Die verschiedenen Arten des Rattan, bot. Namen unbekannt, bestimmen die Qualität des Peddig. Aus dem geschälten Rattan wird der Peddig maschinell mit speziellen Werkzeugen herausgeschnitten. Mit hoher Geschwindigkeit läuft die Rattanstange durch düsenartige Messer, die Durchmesser und Profil bestimmen. Einheitlich, weiß-beige Farbe, glatter, gleichmäßiger Schnitt und exakte Abmessungen bestimmen die Qualität mit.

Reifholz

Mit Reifholz wird der Kern des Holzes bezeichnet, der sich in der Farbe nicht vom Splintholz (vgl. Kernholz) unterscheidet, jedoch wesentlich wasserärmer ist als dieser (z. B. bei Fichte).

Reifkernholzbaum

Der Reifkernholzbaum weist drei Zonen auf. Er besteht aus einem dunklen Kern, der vom hellen Reifholzring umschlossen ist. In der Härte sind beide fast gleich. Das ebenfalls helle, saftführende Splintholz dagegen ist weich. Alle drei Zonen folgen den Jahresringen. Beispiel: Ulmen.

Rinde

Gewebe des Baumes, im Querschnitt außerhalb des Kambiums gelegen, bestehend aus Innenrinde (Phloem) und Außenrinde (Borke).

Rindeneinschluss

Durch Zusammenwachsen von Wurzelfalten oder Überwallungen von Schäden am lebenden Baum eingewachsene Rinde (Qualitätsfehler).

Ringporigkeit

Im Querschnitt periodisch wiederkehrende Ringe aus eng liegenden größeren Gefäßen (Frühholz), die mit Ringen aus kleineren und weniger zahlreichen Gefäßen abwechseln (Spätholz) – vgl. Jahrring, Zerstreutporigkeit.

Ringrisse

Parallel zu den Jahresringen verlaufende Risse, die oft schon am frisch gefällten Baum festzustellen sind.

Rohdichte

Masse pro Volumeneinheit des Holzes bei einer definierten Holzfeuchte (vgl. Darrdichte)

Rotbuche

siehe Buche

Rotkern

siehe Falschkern

Sägefurnier

Das Sägefurnier ist dichter als die mit Hilfe von Messern (siehe Messerfurnier) gewonnenen Blattlagen, ist gröber in der Oberfläche und somit aufwendiger für die nachfolgende Behandlung. Der Stamm wird der Länge nach parallel zur Stammachse aufgesägt, meistens mit mehreren Sägeblättern gleichzeitig (Gattersäge). Man gewinnt etwa zwei Drittel dieser Dickten mit Fladerzeichnungen und ein Drittel mit Spiegelschnittstreifung. Der Schnittverlust ist hoch. Das Sägefurnier wird noch selten gehandelt. Dicktenstärke: 1,2 bis 8,0 mm; siehe auch Furnier.

Samenbaummethode

Wo Bäume gut aus angeflogenen Samen wachsen, kann man die Fläche kahlschlagen und dabei in geeigneten Abständen Samenbäume (Mutterbäume) stehenlassen. Die Wiederaufforstungskosten sind zwar gering, aber man kann keine neue Zuchtrassen einführen. Auch können sich bei gutem Nachwuchs zu dicht geschlossene Bestände ergeben, die dann mit größerem Kostenaufwand zu durchforsten sind, damit das Wachstum der Jungbäume nicht beeinträchtigt wird. Vorgehensweise:Man schlägt eine größere Fläche kahl und lässt dabei in geeigneten Abständen Samenbäume stehen. Den Nachwuchs können Düngemittel unterstützen. Ist die Fläche wiederbestockt, kann man die Samenbäume zusammen mit schwachen oder schlechtgeformten Bäumen aushauen. Zur Förderung der Wuchsenergie junger Bestände können ein bis zwei Durchforstungsphasen erforderlich sein.

Schälfurnier

Das Schälfurnier wird spiralförmig in einem fortlaufenden Band vom rotierenden Stamm geschält. Das in einem bestimmten Anstellwinkel parallel zur Stammachse stehende Messer kann bis zu 2,60 m lang sein (= Furnierbreite). Die dabei angeschnittenen Jahresringe und die groben Porenflader ergeben auf dem Schälfurnier eine lebhafte, flächig-wolkige Zeichnung (wie ein verzerrter Fladerschnitt). Das Furnierband wird erst später bedarfsgerecht auf Blattgröße zugeschnitten. Furnierstärke je nach Holzart: 0,55 bis 1,2 mm, siehe auch Furnier.

Schattenbaumart

Schattenbäume benötigen zum Gedeihen nur einen Bruchteil des Sonnenlichts, das andere Arten brauchen. So können sie auch unter dem Schirm größerer Bäume heranwachsen. Zu den Schattenbaumarten zählen Buchen, Eiben, Tannen.

Schnittholz

Holzerzeugnis, z. B. Latte (Leiste), Brett, Bohle, Kantholz, oder Balken, das durch Sägen von Rundholz parallel zur Stammachse hergestellt wird. Schnittholz kann scharfkantig sein oder Baumkanten haben.

Schutzwald

Wald, der durch die Art seiner Bestockung und Bewirtschaftung Schäden (Erosion, Lawinen) verhüten soll.

Schwinden

Bäume nehmen sehr viel Wasser auf und lagern es ein. Trocknet das Holz, gibt es Feuchtigkeit ab und zieht sich zusammen. Je nach Holzart und Holzbeschaffenheit stärker oder schwächer. Dies beeinflusst das Stehvermögen.

Schwindrisse

Schwindrisse entstehen beim Austrocknen durch Spannungen innerhalb der Zellstrukturen (Gefäße, Markstrahlen, Speicherzellen), die unterschiedlich zueinander gerichtet sind. Sobald bestimmte Grenzen der Elastizität überschritten werden, reißen sie an ihrer anatomisch schwächsten Stelle (Spannungsabbau). Durch sorgfältiges Trocknen können Schwindrisse vermieden oder in Grenzen gehalten werden.

Schwindung

Verkleinerung des Holzgewebes in radialer, tangentialer und Längsrichtung und damit des Volumens durch Feuchtigkeitsabnahme bis zur Darrtrockenheit. Schwindung ist ebenso wie die umgekehrte Quellung nur unterhalb der Fasersättigung möglich (vgl. Arbeiten).

Spätholz

Auf das Frühholz folgende und im gleichen Jahr gebildete (Sommer), bei Laubhölzern meist porenärmere und bei Nadelhölzern besonders dunkle und harte Holzgewebe eines Jahrrings (vgl. Ringporigkeit).

Spanplatten

Die Spanplatte ist hervorragend geeignet als Trägermaterial für Kastenmöbel, die furniert werden. Im Gestellbau dient die Spanplatte nicht als tragendes Material, sondern nur als Bekleidungsmaterial, das anschließend überpolstert und bezogen wird. Die Spanplatte wird hergestellt aus Laub- und Nadelhölzern (von Stamm-, Ast- oder Abfallholz), wobei auch schwache, also dünne Materialien verwendet werden können. Diese werden auf Spezialmaschinen in bestimmte Spandimensionen zerspant. Die Späne sollten dabei möglichst kreuz und quer liegen - dann wird die Platte fester. Anschließend werden diese Späne unter hohem Druck zu Platten verpresst. Diese Spanplatte zeichnet sich aus durch schadstoffarme Bindemittel (E1-Platte). (siehe auch Formaldehyd)

Sperrholzplatten

Unter Sperrholzplatten versteht man Furniere unterschiedlicher Stärke, die kreuzweise aufeinandergelegt, verleimt und verpresst werden. Diese fertigen Sperrholzplatten, mit Edelfurnieren verpresst, werden hauptsächlich im Kastenmöbelbereich, sowohl auch im Gestellbereich, eingesetzt. Sie zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit aus. Furnierplatten sind fester, maßhaltiger und formbeständiger als Vollholzplatten.

Spiegel

Spiegel ist ein hochwertiges Flachglas, Spiegelglas, vornehmlich Belegeglas, welches einseitig, vor allem auf chemischem Wege mit einer metallischen Silberschicht < 0,01 mm Dicke überzogen wird. Die Silberschicht wird durch eine Kupferschicht und einen organischen Schutzlack abgedeckt und geschützt (siehe DIN 1238). Spiegel werden in industrieller kontinuierlicher Fertigung hergestellt (Spionspiegel).

Spiegelschnitt

Bei einem Radialschnitt (siehe Radialfurnier) verlaufen die Markstrahlen quer zur Maserung. Insbesondere bei der Eiche sind diese meist deutlich sichtbar. Diese Erscheinung nennt man Spiegel.

Splintholz

Peripherer Mantel aller Bäume, der das Kernholz umschließt und selbst noch nicht „verkernt“ ist (z. B. durch spätere Einlagerung von Inhaltsstoffen). Seine Kapillaren leiten Wasser und Nährstoffe in die Baumkrone und speichern Zucker und Stärke im Parenchym. Bei den meisten Arten eine etwa 3 bis 5 cm breite Zone hellfarbigen Holzes bis zum Kambium (vgl. Reifholz).

Splintholzbaum

Der Splintholzbaum besteht nur aus hellem, saftführenden Splintholz und ist deshalb im gesamten Querschnitt von gleicher Farbe, Härte und Feuchtigkeit. Beispiele: Erle, Ahorn, Weißbuche, Birke.

Stacheln

Ausstülpung der obersten Zellschicht der Sprossachse. Keine Verbindung zum Leitsystem.

Stehvermögen

Bei Massivholzmöbeln sollte auf eine relative Luftfeuchtigkeit in der Wohnung von 45 - 55% geachtet werden. Bei dieser Luftfeuchtigkeit ist das Quell- und Schwundverhalten auf Grund der vorgenommenen Holztrocknung recht gering.

Stockausschlag

Entsteht dadurch, dass "schlafende" Knospen am Stumpf eines gefällten Baumes austreiben.

Streifen

Streifenförmig ist der Wechsel von Früh- und Spätholz, der sich nach einem Radialschnitt zeigt.

Struktur

Auch Zeichnung oder Maserung genannt.

Tangentialschnitt

Schnitt durch das Holzgewebe in Richtung längs der Stammachse außerhalb der Markröhre.

Tellerwurzler (Flachwurzler)

Auch Senkerwurzel genannt, da sie sich flach wie ein Teller vom Stamm her ausbreitet.

Textur

Zeichnung des Holzes, abhängig von Wuchs und Wuchsfehlern, von Farbdifferenzierungen, von der Gewebestruktur und dem Faserverlauf (vgl. Ring-, Zerstreutporigkeit, Inhaltsstoffe, Zusammensetzung).

Tischlerplatten

besitzen eine dicke Mittellage aus nebeneinanderliegenden Leisten, die durch beidseitig quer aufeinandergeleimte Furniere abgesperrt werden, je mehr (schmalere) Leisten verwendet werden, desto fester ist die Platte.

Trauf

Waldmantel bzw. -saum, der den Wald vor Sturmschäden schützt; von hohem ökologischen Wert.

Trockenrisse

Trockenrisse sind beim Trocknen des Schnittholzes entstehende Risse. Sie können manchmal den Charakter von Bearbeitungsfehlern annehmen. Risse können je nach Faserverlauf gerade oder schräg verlaufen.

Verdrehen

ist ein spiralförmiges Verziehen des Holzes (Deformierungsfehler).

Verkernung

Werden die Wasserleitbahnen (Leitbündel) des Stammes unterbrochen, lagert der Baum Kerninhaltsstoffe in den Zellwänden ein. Im Kernbereich bildet sich eine deutlich dunkle Färbung. Im Gegensatz zur Bildung eines Falschkerns durch Einschlüsse erhöht dieser Prozess der Verkernung die Dauerhaftigkeit des Holzes.

Weichholz

siehe Nadelhölzer

Weide

Die meisten Weidearten wachsen in der gesamten nördlichen gemäßigten Zone bis zur Arktis in überwiegend feuchten Gebieten. An guten Standorten erreicht der Stamm einen Durchmesser von 40 bis 60 cm und Höhen über 25 m. Weidenholz ist biegsam,zäh, weich, sehr leicht und hat eine sehr gleichmäßige Struktur. Zur Verarbeitung sind aufgrund von drohenden Ausfaserungen scharfe Werzeuge wichtig. Die Rohdichte ist mit ca. 0,45g/cm3 sehr gering, was nur ein geringes Schwinden zulässt.

Wimmerwuchs

Wimmerwuchs ist durch unregelmäßige, in verschiedenen Richtungen verlaufende Maserung im Holz gekennzeichnet (Qualitätsfehler).

Zelle

biologischer Grundbaustein u. a. der Pflanzen (vgl. Fasern, Gefäße, Markstrahlen, Parenchym), bestehend aus Zellwand und Lumen (Zellinnenraum). Die Zellwand besteht aus mehreren Schichten, die in Struktur und chemischer Zusammensetzung (Anteil Cellulose, Hemicellulose, Lignin) variieren. Diese Variationsbreite bestimmt beim Holz (vgl. Xylem) sowohl die Rohdichte (vgl. Darrdichte) als auch den Fasersättigungsgrad (vgl. Arbeiten, Quellung, Schwindung, Holzfeuchte).

Zerstreutporigkeit

Im Querschnitt gleichmäßige Gewebestruktur ohne deutliche Zonenbildung durch Gefäße, weil diese gleichmäßig verteilt sind (vgl. Ringporigkeit, Textur).

Zusammensetzung des Holzes

Die Hauptbestandteile sind Cellulose (Farbe: weiß), Hemicellulosen und Lignin (Farbe: braun), aus denen die Zellwände aufgebaut sind. Dazu kommen wechselnde Mengen Holzinhaltsstoffe: Harze, Gerbstoffe, aromatische Verbindungen, Proteine, anorganische Bestandteile u. a. (vgl. Inhaltsstoffe).

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